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Öko-Färbemittel für Stoffe

Textilfarbe,

Kategorie: Schick&Kreativ > Farben
Bestellnr.: LIVOSWEJA

Preis: 7.90 Euro

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Mit dem WEJA-Färbeset können helle Textilien schön bunt gefärbt werden - wir haben es ausprobiert und ein paar Shirts mit einem Batik-Muster verziert (siehe unten).
Im Färbeset enthalten: 30 g Pflanzenfarbpulver, Vorwaschpulver und Salz für 100 g bis 300 g Baumwolle oder Leinen (besser für helle Stoffe geeignet, wie immer beim Färben).
Für das Set kannst du wählen zwischen Catechu-Rotbraun, Krapp-Apricot, Resedgelb, Mango, Holunderblau, Anthrazit und Olivgrün. Außerdem haben wir noch Lac-Rot zum Preis von 17,00 Euro für 30 g Farbe. Und wenn du etwas ganz besonderes suchst: auch echtes Indigo-Blau für 32,00 Euro - 125 g Blau färben bis zu 1.000 g Baumwolle oder Leinen. Bitte schick uns nach dem Bestellvorgang eine Mail, welche Farbe du gern hättest. Auf Nachfrage können wir auch andere Töne organisieren, allerdings sind Naturfarben nicht in knalligen Tönen erhältlich.

Die Farbkarte des Herstellers und eine Färbeanleitung findest du hier (klicke auf die farbigen Links).
Der Stoff muss in einem großen Topf mit viel Wasser insgesamt ca. 1,5 Stunden gekocht werden. Durch langsames Hochkochen dauert es zwar länger, aber der Stoff läuft nicht ein. Daher können auch Gewebe, die nur bis 30°C gewaschen werden dürfen, kochend gefärbt werden. Wir haben das in unserer Küche ausprobiert und können sagen: der Stoff läuft wirklich nicht ein und die Flecken lassen sich ganz einfach vom Herd entfernen (siehe unten). Das Prozedere ist für Nutzerinnen der herkömmlichen Färbemittel zwar gewöhnungsbedürftig, aber definitiv alltagstauglich und zu Hause oder im Seminar umsetzbar. Nebenbei bemerkt: der etwas höhere Aufwand lohnt sich, da die Farbe vollkommen unbedenklich ist!

Und hier unser Test der WEJA-Färbemittel, ausführlich dokumentiert:
Zum Färben braucht es: ein helles T-Shirt, hier ein FÖJ-Shirt in Weiß, und ein WEJA-Färbeset. Wir haben die Farbe "Catechu-Rotbraun" gewählt. Und schon kanns losgehen!

Das ist drin: ein Vorwaschmittel, der Beutel mit der Farbe und natürlich eine Anleitung. Man kann die Farbe in der Maschine oder im Topf anwenden, wir haben uns für den Topf entschieden, um Wasser zu sparen. Außerdem haben viele moderne Waschmaschinen keine freiwählbaren Programme und erhitzen die Wäsche nicht hoch genug.So sieht das grüne Motiv vor dem Färben aus:

Zusätzlich zum Färben haben wir noch eine Schwierigkeit eingefügt: Batiken!

Dafür haben wir den Stoff mit einer einfachen Hanfschnur an einigen Stellen abgebunden. Die so abgedeckten Stellen sollten hell bleiben.

Zwei große Ringe an der Hüfte sollen daraus werden.

Das ist der Topf. Die Anleitung schreibt 10 Liter Wasser vor, so einen großen Topf haben wir aber nicht - und ob der Herd soviel Gewicht tragen kann? Unser allergrößter Topf fasst knapp 5 Liter.

In das kalte Wasser wird der Beutel Nr. 1 - der mit dem Vorwaschmittel - gegeben, dazu das Shirt. Unser Shirt darf nur bis 60° C erhitzt werden, die Farbe muss aber bei 95 ° einwirken. Um zu verhindern, dass der Stoff einläuft oder sich verzieht, reicht es aus, das Shirt langsam zu erhitzen und dann langsam wieder abkühlen zu lassen.

Sobald das Wasser siedet (das müssten etwa die geforderten 95° sein, dachten wir uns), muss das Shirt 30 min lang im Vorwaschmittel gegart werden und danach langsam wieder abkühlen.

Dabei zerfällt der Beutel in immer winzigere Schnipselchen. Übrigens: das kalte Wasser langsam zu erhitzen, dauert etwa eine halbe Stunde, das Abkühlen ebenfalls.

Das Vorwaschen ist abgeschlossen. Das handwarme Shirt wird in ebenso warmes Wasser gegeben (wir hoffen, das geht noch als "kalt" durch) und zusammen mit dem Beutel Nr. 2 wieder langsam erhitzt.

Das passiert, wenn das Wasser doch kocht ... Es ist gar nicht so leicht, die richtige Temperatur einzustellen. Auf kleinster Flamme und ohne Deckel gelingt das aber nach etwas Probieren. Der Herd ist hinterher übrigens leicht zu reinigen gewesen.

Nach dem Färben haben wir die überschüssige Farbe im Waschbecken ausgespült. Zur Sicherheit haben wir das Shirt dann einfach noch mit anderen dunklen Sachen in die Waschmaschine gepackt und normal gewaschen, dabei ist tatsächlich nichts eingefärbt worden.

Der Moment der Offenbarung: Juhu, es hat geklappt!!! So schick kann ein weißes FÖJ-Shirt werden!

Der Aufwand für das Färben war letztendlich gering. Das Vorwaschmittel hat durch das langsame Erhitzen und Abkühlen 1,5 Stunden gebraucht, das Einfärben 2 Stunden (davon 1 Stunde köcheln). Der "kleine" Topf hat für ein Shirt gut gereicht und das überkochte Farbwasser ließ sich ganz einfach aufwischen. Fazit: Hat Spaß gemacht und war ganz einfach!